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Zum ersten Mal dringt eine internationale
Expedition in die Tiefen des Inselvulkans Santorini vor. Unter Wasser entnehmen die Forscher kilometerlange Bohrkerne aus der Caldera - in der Hoffnung, die Geheimnisse der explosiven Vergangenheit des Vulkans zu entschlüsseln. Wie alt ist der Vulkan wirklich? Welche Spuren hat er im Mittelmeerraum hinterlassen - sowohl in der
Geschichte als auch in jüngster Zeit? Angesichts der zunehmenden seismischen Aktivität rund um Santorini erhält die Dokumentation eine neue Dringlichkeit.
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Es ist eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Expeditionen des 21. Jahrhunderts. Nach sechs Jahren Vorbereitung geht ein internationales Team aus acht Nationen an Bord des Forschungsschiffes JOIDES Resolution. Ihr Ziel: einer der explosivsten Vulkane der Welt - die griechische Insel Santorini.Die Expedition IODP 398 soll die Eruptionsgeschichte des Vulkans erstmals unter Wasser untersuchen. Kilometerlange Bohrkerne aus dem Herzen der Caldera sollen Aufschluss über das Alter des Vulkans und sein Verhalten geben. Vor rund 3.600 Jahren zerriss eine Eruption, größer als die von Pompeji, die Insel und überzog das östliche Mittelmeer mit einer dicken Ascheschicht.Ist es möglich, dass dieser Ausbruch das Ende der Minoer einläutete, der ersten Hochkultur Europas?
Archäologen erkunden antike Stätten in der Ägäis und finden neue Hinweise auf das Ausmaß der Zerstörung. Ein spektakulärer Fund an der türkischen Küste zeigt, wie weitreichend die Folgen des Vulkanausbruchs waren - selbst weit entfernte Regionen blieben nicht verschont.An Land haben Wind und Wetter im Laufe der Jahrtausende viele Spuren verwischt. Deshalb hoffen die Wissenschaftler, durch Bohrungen im Meeresboden neue Erkenntnisse über das komplexe Verhalten des Vulkans zu gewinnen. Ziel der Expedition ist es, die vulkanische Geschichte Santorinis zu entschlüsseln und fundierte Prognosen für die Zukunft dieses beliebten Reiseziels im Mittelmeer zu erstellen.Es ist das erste Mal, dass die Geschichte eines Vulkans in solcher Detailfülle untersucht wird. Die Ergebnisse geben neue Einblicke in das Verhalten von Vulkanen - weltweit.
Hinweis
Personen
Regie: | Daniela Pulverer, Ann-Christin Krumm |
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