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Vor 1970 waren von einer Bevölkerung von sechseinhalb Millionen Menschen etwa 65.000 katholisch. Als Pol Pot im April 1975 triumphierend in die Hauptstadt Phnom Penh einzog, waren nur noch 16.000 Katholiken übrig. Die kleine Gemeinschaft der Gläubigen spürte die nahende Bedrohung und bemühte sich, sich vorzubereiten, indem sie den ersten Khmer-Bischof weihte, um das Überleben der apostolischen Nachfolge des Landes zu sichern. Die vollständige Verfolgung aller Bürger Kambodschas begann mit der Gründung eines neuen Demokratischen Kampuchea mit der Einführung des „Jahres Null“. Die Roten Khmer schlossen Schulen, Krankenhäuser und Fabriken, liquidierten Banken und Geld, kriminalisierten die Religion und verboten das Privateigentum. Der Preis für diese blutige Utopie war ein Land, das in ein kollektives Arbeits-, Umerziehungs- und Todeslager verwandelt wurde. Schätzungen gehen davon aus, dass während der fast vierjährigen Herrschaft von Pol Pot knapp zwei Millionen Kambodschaner ermordet wurden, verhungerten oder an Krankheiten starben fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung des Landes. Die katholische Kirche wurde praktisch ausgerottet.
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Top-Spielfilm am 31.01.
Spielfilm
Ein lächerliches Delikt hat Wilhelm Voigt in jungen Jahren ins Gefängnis gebracht. Sein Versuch, sich einen Pass zu verschaffen, brachte ihn gleich wieder für Jahre hinter Gitter. Dort studiert er gewissenhaft die preußische Militärordnung. Seine Versuche, eine bürgerliche Existenz zu führen, scheitern an den fehlenden Papieren. Als man ihn ausweisen will, erinnert er sich an einen...
Der Hauptmann von Köpenick