Österreichs große Skandale - Die Doping-Affäre von Turin

2026
bis 21:06
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Im Bild: Olympische Spiele 2006 in Turin: ausgelassene Feiern österreichischer Fans. Die haben allen Grund dazu: In den ersten acht Tagen (bis zu den Razzien) gewinnen heimische Athletinnen und Athleten zehn Medaillen.


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Im Bild: Markus Gandler, damals Sportdirektor für Langlauf und Biathlon ÖSV und Regisseur Maximilian Stelzle, links.


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Im Bild: Markus Gandler, damals Sportdirektor für Langlauf und Biathlon ÖSV.


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Im Bild: Sestriere, Austragungsort/Olympisches Dorf. "Vom Glanz der Olympischen Spiele 2006 nicht mehr viel übriggeblieben."


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Im Bild: Olympische Spiele 2006 in Turin: bis zum Abend des 18. Februars - den Tag der Razzien - zeigen sich die ÖSV-Athletinnen und Athleten von ihrer besten Seite. Ob für Michaela Dorfmeister auf der Piste oder Thomas Morgenstern auf der Schanze - regelmäßig wird bei Siegerehrungen die österreichische Fahne gehisst.


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Im Bild: Olympische Spiele 2006 in Turin: am 18. Februar um 19.30 Uhr stürmen Dutzende Carabinieri die Unterkünfte der ÖSV-Athleten in Pragelato und San Sicario. Die italienische Justiz hat einen begründeten Verdacht: Hier wird gedopt.


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Im Bild: Olympische Spiele 2006 in Turin: Walter Mayer, damals sportlicher Leiter für Langlauf und Biathlon, flüchtet mit dem Auto nach Österreich und kracht am Abend des 19. Februars in eine Polizeisperre im kärntnerischen Paternion. Drei Autos Totalschaden.


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Im Bild: Corpus Deliciti: der Blutbeutel. Seit Salt Lake City 2002 steile Karriere gemacht: ein unscheinbares PVC-Produkt, 26 mal 13 Zentimeter groß mit einem Fassungsvermögen von bis zu einem halben Liter Blut.


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Im Bild: Olympische Spiele 2006 in Turin: österreichische Biathleten und Langläufer werden von Carabinieri in der Nacht zum 19. Februar zum Doping-Test eskortiert.


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Im Bild: Sestriere, Austragungsort/Olympisches Dorf. "Vom Glanz der Olympischen Spiele 2006 nicht mehr viel übriggeblieben."


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Im Bild: Walter Mayer, damals sportlicher Leiter für Langlauf und Biathlon ÖSV.


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Im Bild: Olympische Spiele 2006 in Turin: kurz darauf stürmen Dutzende Carabinieri die Unterkünfte der Langläufer und Biathleten. Razzia. Bilder, die um die Welt gehen.


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Im Bild: Olympische Spiele 2006 in Turin: für Österreich sind es die erfolgreichsten Spiele aller Zeiten: Neun Gold-, sieben Silber- und sieben Bronze-Medaillen - so viel Edelmetall haben heimische Athletinnen und Athleten noch nie nach Hause gebracht.


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Im Bild: Walter Mayer, damals sportlicher Leiter für Langlauf und Biathlon ÖSV.


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Im Bild: Olympische Spiele 2006 in Turin: am Spätnachmittag des 22. Februars gibt ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel vor der internationalen Presse die Entwarnung: "Austria is a too small country to make good doping."


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Im Bild: Olympische Spiele 2006 in Turin: nach Salt Lake City 2002 ist Trainer Walter Mayer vom IOC gesperrt für die olympischen Spiele in Turin. Er ist dort und gibt im Österreich-Haus in Sestriere, dem Epizentrum der Turiner Spiele, ganz offiziell dem ORF ein Interview.

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    Details

    Turin, im Februar 2006. Für die olympischen Spiele der Superlative aus heimischer Sicht ist alles angerichtet: Im Olympia-Kader Österreichs sind eine ganze Reihe Ausnahme-Athletinnen und Athleten, allesamt in Topform. Auch die Hoffnung, dass Langläufer und Biathleten Medaillen nach Hause bringen, ist mehr als berechtigt. Die Olympischen Spiele von Turin sollten ein Glanzlicht für den österreichischen Sport werden. Und bis zum Abend des 18. Februars 2006 sieht es genau danach aus: Österreicherinnen und Österreicher erkämpfen Medaille um Medaille. Doch von Anfang an liegt ein dunkler Schatten auf einigen der Erfolge. Nach den vier Jahre zuvor abgehaltenen olympischen Spielen in Salt Lake City wurde österreichischen Langläufern und Biathleten Doping unterstellt und ihr Erfolgstrainer Walter Mayer für die Spiele in Turin gesperrt. Als sich Mayer dann in Turin dem heimischen Fernsehpublikum in einem ORF-Interview präsentiert, sieht das IOC rot. Am Abend des 18. Februar 2006 stürmen Carabinieri mit Maschinenpistolen im Anschlag Unterkünfte in Pragelato und San Sicario und durchsuchen österreichische Langläufer und Biathleten. Fest davon überzeugt: hier wird gedopt. Das Österreich-Haus in Sestriere mutiert von einer Heimstätte feucht-fröhlicher Feierlichkeiten in ein Zentrum für Krisenmanagement. Es folgen Jahre der Aufarbeitung des Turiner Doping-Skandals. Am Ende werden zwei Trainer und sieben Athleten gesperrt, manche von ihnen lebenslang. Und drei Beteiligte strafrechtlich verurteilt. Die Dokumentation Österreichs große Skandale - Die Doping-Affäre von Turin rekonstruiert die Ereignisse von damals teils minutiös, beleuchtet die Hintergründe, lässt Involvierte zu Wort kommen. Und gibt den verschiedenen Narrativen und Deutungsmöglichkeiten Raum, sodass das Publikum am Ende selbst entscheiden kann: Wer ist Opfer und wer ist Täter.

    Hinweis

    Personen

    Regie:Maximilian Stelzle

    3 weitere Sendetermine


    Top-Spielfilm am 31.01.

    Spielfilm

    MDR 14:00: Der Hauptmann von Köpenick
    MDR
    14:00
    Ein lächerliches Delikt hat Wilhelm Voigt in jungen Jahren ins Gefängnis gebracht. Sein Versuch, sich einen Pass zu verschaffen, brachte ihn gleich wieder für Jahre hinter Gitter. Dort studiert er gewissenhaft die preußische Militärordnung. Seine Versuche, eine bürgerliche Existenz zu führen, scheitern an den fehlenden Papieren. Als man ihn ausweisen will, erinnert er sich an einen...
    Der Hauptmann von Köpenick
    22:30

    TVinfo
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