Ludwigsburger Schlossfestspiele 2022

Die unvollendete Revolution (Deutschland, 2022)

bis 03:05
Klassische Musik
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • HDTV
  • 20260215014500
VPS 00:00

Vitali Alekseenok ist Newcomer der Stunde in der Dirigentenszene und politischer Aktivist.


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Vitali Alekseenok ist Newcomer der Stunde in der Dirigentenszene und politischer Aktivist.


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Guillermo González an der Flöte


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Dirigent Vitali Alekseenok (re.) und Bariton Äneas Humm (li.)


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Der Dirigent Vitali Alekseenok: Schwerpunkt seines Programms für die Ludwigsburger Schlossfestspiele 2022 sind drei von ihm in Auftrag gegebene Gedichtvertonungen von belarussischen Komponistinnen und Komponisten.

Übersicht

2022 widmeten die Ludwigsburger Schlossfestspiele Belarus einen musikalischen Schwerpunkt. Der Titel „Die unvollendete Revolution“ spielt auf die jüngere Geschichte des Landes an, in der die freiheitlichen Bestrebungen der Bevölkerung massiv unterdrückt werden. Das Programm verbindet populäre klassische Werke mit zeitgenössischer Musik von belarussischen Komponistinnen und Komponisten.

Themen

    Details

    Der Programmtitel „Die unvollendete Revolution“ verweist auf die politische Entwicklung in Belarus, wo 2020 friedliche Proteste gegen die autokratische Führung brutal unterdrückt wurden. Vitali Alekseenok, Newcomer der Stunde in der Dirigentenszene und politischer Aktivist, nutzte 2022 den Konzertabend bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen als musikalische Verneigung vor der Bevölkerung des Landes. „Statt wie ursprünglich geplant, begegneten wir uns also nicht mit einem Taktstock und einer Flöte in einem Konzertsaal, sondern mit Trauerblumen neben einem Blutfleck auf den Straßen von Minsk.“ Die Begegnung des Dirigenten Vitali Alekseenok mit der Flötistin und Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava in der belarussischen Hauptstadt verlief anders als erwartet: 2020 protestierten beide friedlich gegen den autokratischen Amtsinhaber Alexander Lukaschenko. Kalesnikava wurde - wie viele andere - im Jahr 2020 inhaftiert. Dirigent Vitali Alekseenok ist von den Erlebnissen in Minsk stark geprägt. Schwerpunkt seines Programms für die Ludwigsburger Schlossfestspiele 2022 sind drei von ihm in Auftrag gegebene Gedichtvertonungen von belarussischen Komponistinnen und Komponisten. In ihnen werden die Zu- und Notstände der Bevölkerung verarbeitet - hymnisch, betend, verzweifelt. Eröffnet wird das Programm mit Samuel Barbers berühmtem „Adagio“ für Streicher. Die Stille schließlich, die Toru Takemitsus Flötenstück „Air“ verkörpert, passt zu der friedlichen Qualität der belarussischen Revolution. Die Aufführung wurde der damals noch inhaftierten Maria Kalesnikava gewidmet. Dass die friedliche Revolution noch nicht am Ziel ist, kommt mit Franz Schuberts unvollendeter 7. Symphonie zum Ausdruck.

    Hinweis

    Personen

    Regie:Jörg Thomas Mohr
    Dirigent:Vitali Alekseenok


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