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Essenziell für erneuerbare Energien und die Herstellung von Bildschirmen stehen Seltene Erden im Zentrum internationaler Machtverhältnisse. 85 Prozent des Weltmarkts Seltener Erden wird von China beherrscht - ein Vorteil, der von Peking im Handelskonflikt mit den USA als Druckmittel genutzt werden kann.
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Seltene Erden haben sich zu hochstrategischen Rohstoffen entwickelt: Aufgrund ihrer magnetischen und leuchtenden Eigenschaften spielen sie eine wichtige Rolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien und der Herstellung von Bildschirmen. Heute werden auf der Welt fünfmal mehr Seltene Erden verbraucht als noch vor fünfzehn Jahren. Fast die Hälfte der weltweit bekannten Vorkommen liegt in China, gefolgt von Brasilien, Indien, Australien, Russland, Vietnam, den USA und Myanmar.
In Peking begnügt man sich nicht mit den landeseigenen Ressourcen, sondern hat über Jahre hinweg die gesamte Wertschöpfungskette der Seltenen Erden unter Kontrolle gebracht. Inzwischen beherrscht das Land rund 85 Prozent des Weltmarkts - ein Vorteil, der sich im Kontext des von Donald Trump angeheizten Handelskonflikts als wirtschaftliches Druckmittel nutzen lässt. Gleichzeitig wecken die Vorkommen an Seltenen Erden in der Ukraine, Venezuela und Grönland die Aufmerksamkeit des US-Präsidenten.
Seltene Erden stehen heute im Zentrum der internationalen Machtverhältnisse - auch für Europa, das unter anderem auf ein Vorkommen im schwedischen Per Geijer zurückgreifen kann und zugleich verstärkt auf Recycling setzt.
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