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Xi Jinping will China an die Weltspitze führen. Die Triaden müssen seinen Ambitionen Folge leisten, um sich weiter bereichern zu können. Sie unterstützen seine Politik in Taiwan und Hongkong, lassen sich entlang der Seidenstraße nieder, schaffen rechtsfreie Räume in Südostasien, breiten sich im Pazifik aus und unterwandern westliche Volkswirtschaften. Es ist kein Zufall, dass der Hafen von Vancouver zu einem Einfallstor für die Droge Fentanyl geworden ist, die in Nordamerika einen verheerenden Boom erlebt. Die Triaden haben sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder an veränderte gesellschaftliche Bedingungen angepasst. Angesichts ihrer tiefen Verankerung in der chinesischen Gesellschaft werden sie dies auch in Zukunft tun.
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Die Triaden haben sehr schnell erkannt, dass es in ihrem Interesse liegt, die Politik von Xi Jinping, dem starken Mann in Peking, zu unterstützen. Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas träumt von einem modernen und noch größeren roten Imperium.
In Taiwan engagieren sich einige Triaden in der Politik, um die Wiedervereinigung mit dem chinesischen Festland voranzutreiben. Sie könnten im Falle einer Invasion eine Bedrohung für freiheitliche Kreise darstellen. In Hongkong unterstützten die Triaden die kommunistischen Machthaber dabei, Studenten und Anhänger der Regenschirmbewegung wieder auf Kurs zu bringen. Und in China selbst erledigen sie die schmutzigen Arbeiten, mit denen die politische Elite nicht in Verbindung gebracht werden will: Entführungen von Oppositionellen, die Verwaltung der Geheimgefängnisse oder auch die Zerstörung von Dörfern, die den Bau eines Flughafens blockieren.
Doch Xi Jinping verfolgt ein noch viel größeres Ziel: China soll zur Weltmacht werden. Im Zuge der Globalisierung zählen Geschäftsleute und wirtschaftliche Netzwerke zu seinen wichtigsten Verbündeten. Die Triaden kennen sich bestens aus in diesem Spiel. Sie sehen darin die Gelegenheit, dem „roten Kaiser“ ihre Loyalität zu beweisen und weltweit Reichtum und Einfluss auszubauen.
Die Paten an der Spitze sind mittlerweile zu respektablen Geschäftsleuten geworden und müssen sich mit kriminellen Aktivitäten nicht mehr selbst die Hände schmutzig machen. Legale und illegale Geschäfte gehen nahtlos ineinander über.
Die Triaden folgen den chinesischen Einflusszonen: entlang der Seidenstraße, in Südostasien, im Pazifik, in Afrika und bis tief in die westlichen Gesellschaften hinein, wo ihr Einfluss eine strategische Bedrohung darstellt. Denn ihre Ambitionen sind grenzenlos.
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Synchronfassung, Audiodeskription
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