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Wikie und Keijo haben traurige Berühmtheit erlangt. Nach der Schließung eines Wasserparks an der Côte d‘Azur wurden die beiden Orcas in den inzwischen maroden und algengrünen Betonbecken zurückgelassen. Bis heute ist unklar, wohin die Tiere gebracht werden können. Während Politik, Betreiber und Tierschützer um eine Lösung ringen, verschärft sich die Lage der Orcas immer weiter.
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Drohnenaufnahmen der beiden Orcas Wikie und Keijo im geschlossenen Marineland Antibes an der Côte d‘Azur haben weltweit Empörung ausgelöst. Ein neues Gesetz in Frankreich verbietet die Haltung von Walen zu Unterhaltungszwecken. Doch bis heute ist unklar, was mit den Orcas geschehen soll.
Während Behörden und Betreiber über Zuständigkeiten diskutieren, verschärft sich die Lage der Orcas. Tierschutzorganisationen erhöhen den Druck. Die Aktivistin Aurore Defix dokumentiert immer wieder die Situation vor Ort: „Wir sehen Tiere, die komplett lethargisch sind und wirklich nur dann reagieren, wenn Menschen kommen, weil sie denken, es gibt ein Training.“ In ganz Europa gibt es nur noch einen Zoo, in dem Orcas auftreten. Der Loro Parque auf Teneriffa ist auch wegen seiner Orca-Show ein Publikumsmagnet. Betreiber Christoph Kiessling verteidigt die Haltung der Tiere als Beitrag zur Artenvielfalt: „Die Menschen werden von den Tieren berührt und entwickeln Empathie für sie. Unsere Orcas sind Botschafter für den Naturschutz.“ Orca-Trainerin Idaira Martín zeigt die intensive tägliche Arbeit mit den Tieren - und den hohen Aufwand, der hinter der Haltung steht.
Wie viel Verantwortung trägt der Mensch für Orcas - in Gefangenschaft und in Freiheit? An der Straße von Gibraltar beobachtet Janek Andre mit seiner Walbeobachtungsflotte die letzten iberischen Orcas. Er dokumentiert Verletzungen und den zunehmenden Druck durch Schiffsverkehr und Fischerei. „Die Orcas leben hier seit Tausenden von Jahren. Doch menschliche Aktivitäten machen ihr Überleben immer schwieriger.“
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