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Nur mal kurz die Welt retten. Das versprechen kommerzielle Anbieter von Freiwilligenarbeit jungen Menschen nach dem Schulabschluss. Für mehrere tausend Euro reisen sie nach Kambodscha, Mali oder Tansania, um dort zu helfen. Im Unterschied zum staatlich geprüften FSJ geht das bei privaten Anbietern auch nur für wenige Wochen.
Was nach sinnvoller Arbeit klingt, bedeutet vor Ort oft eher: Strand genießen und Bilder für Social Media sammeln. Nach einem Hinweis aus der Y-Kollektiv-Community meldet sich unser Filmteam undercover für ein kommerzielles Freiwilligenprojekt an. Timm Giesbers und Madeleine Sabel reisen nach Sansibar und gehen den Vorwürfen ehemaliger Volunteers nach: Wie transparent sind Kosten? Wo landen Spenden? Wie viel Hilfe wird tatsächlich benötigt - oder wird Bedarf nur inszeniert? Schließlich stehen sie selbst völlig unvorbereitet vor einer Klasse Grundschüler. Ihr Eindruck: Hier schaden sie Kindern eher, statt ihnen zu helfen.
Ist das ein Einzelfall - oder gibt es im privaten Volunteer-Markt grundlegende Probleme? Und wie müsste verantwortungsvolle Freiwilligenarbeit im Globalen Süden aussehen?
Hinweis
Personen
| Redaktion: | Lena Brochhagen |
| von: | Madeleine Sabel, Timm Giesbers |