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Judith und Dennis Mohr setzen sich mit Herz und Fachwissen für Streuobstwiesen ein - immer mit Respekt vor dem Baum. „Es ist ein Privileg, dass ich einen Baum schneiden darf“, sagt Dennis Mohr. Als Fachwart:innen pflanzen, schneiden und pflegen sie alte Obstbäume. Sie zeigen, warum Streuobstwiesen mit tausenden Arten ein Schatz sind - und nur durch regelmäßige Pflege erhalten bleiben.
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Streuobstwiesen sind lebendige Kulturlandschaften: Sie verbinden Genuss, Natur und Tradition - Judith und Dennis Mohr aus Weil im Schönbuch setzen sich dafür ein, dass diese Landschaft nicht verloren geht. In Baden-Württemberg ist der Bestand von rund 18 Millionen Obstbäumen 1960 auf etwa 7,2 Millionen 2018 geschrumpft. Für die beiden Frauen ist klar: Ohne Pflege fehlt den Bäumen die Zukunft - und mit ihnen verschwinden auch Lebensräume für Insekten und Vögel. Als Fachwart:innen für Obstanbau - Judith zusätzlich als Streuobstpädagogin - vermitteln sie Wissen und Begeisterung: naturnahe Bewirtschaftung ohne Pestizide, Nistkästen und Insektenhotels für Nützlinge, nur wenige Mahden im Jahr, damit die Wiese blühen darf. Herzstück ist der Obstbaumschnitt: Licht und Luft in die Krone, behutsam verjüngen, Misteln entfernen - immer mit Respekt vor dem Baum. Wenn im Herbst das Obst gesammelt wird, zeigt sich, wofür sich die Arbeit lohnt: Saft, Most oder Cider - und das Aroma alter Sorten.
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