Übersicht
Einst Gegenkultur, heute Marketingformel? 50 Jahre nach Begründung des Punks in Großbritannien formieren sich heute junge Menschen in Georgien mit lauten Punk-Konzerten und explosiven Straßenprotesten gegen den autoritären Kurs ihrer Regierung. Wie lebt der rebellische Geist von damals fort?
Themen
Details
In besetzten Häusern und Kellerclubs Londons entsteht 1976 eine radikale Ästhetik, die Popkultur und Gesellschaft erschüttert. Punk steht für Selbstermächtigung, für „Do it yourself“. Musikalisch geprägt von Bands wie den Sex Pistols oder The Clash, die mit drei Akkorden einen neuen schrillen Ton setzen. Damit stehen sie für den Mut, Autoritäten infrage zu stellen. Wie wirkt diese Ära bis heute nach?
Die französische Illustratorin Magali Le Huche findet in der Musik von The Clash Halt im Kampf gegen ihre Brustkrebserkrankung. Für die Pariser Designerin Jeanne Friot ist ihre Mode ein politisches Statement - nachhaltig produziert und vor allem kompromisslos.
Der weltberühmte Maler Daniel Richter hat einst in den besetzten Häusern Hamburgs gelebt. Punk hat seine Kunst geprägt. Doch wie sehr kann jemand Punk sein, dessen Kunst inzwischen Millionen wert ist? In Georgien wird Punk erneut zum Sprachrohr des Widerstands: Die Band Gerchi eröffnet in der Stadt Kutaisi einen Punk-Club als Raum für Solidarität und Protest gegen die Regierung.
„Twist“ zeigt, wie vielfältig Punk heute in Europa ist. Aber kann diese Haltung die Welt noch verändern?
Hinweis
Audiodeskription
7 weitere Sendetermine