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Am 26. April 1986 explodiert Block 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl. Ein Super-GAU, niemand hat damit gerechnet. Das Sowjetsystem verschweigt den Ernst der Lage, die DDR spielt herunter, ein Informationsoverkill führt in der BRD zu immer mehr Angst. 40 Jahre danach erzählt Tschernobyl 86 zu 100 Prozent mit Archivmaterial, wie die Menschen versuchen, mit der Nuklearkatastrophe fertig zu werden.
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26. April 1986. Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodiert, ein Super-GAU mitten im Kalten Krieg. Die Sowjetunion vertuscht und spielt auf Zeit. Eine radioaktive Wolke breitet sich nach Westen aus. Niemand ist auf so ein Szenario vorbereitet. Der Film erzählt von dem Moment der Explosion an, wie sich die Ereignisse überschlagen. In Tschernobyl versuchen Feuerwehrleute und Soldat:innen, den GAU, den größten anzunehmenden Unfall, unter Kontrolle zu bekommen. In Westdeutschland liefern sich derweil Politiker:innen einen Kampf um die Deutungshoheit der Lage. In der DDR wird verharmlost, die „Aktuelle Kamera“ meldet kurz und knapp, was die Parteiführung sagt. Viele sind verunsichert, verlieren das Vertrauen, plötzlich kippt die Stimmung in der BRD. Ein junger hessischer Umweltminister von den Grünen fordert den Atomausstieg und attackiert den Bundeskanzler. Zum 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe erzählt Tschernobyl 86 erstmals nur mit Archivmaterial aus dem Jahr der Katastrophe.
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