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Ab Mai 2026 widmet Paris der Malerin Hilma af Klint (1862-1944) eine Retrospektive. Die Dokumentation zeigt ihr facettenreiches Werk: öffentlich als anerkannte akademische Künstlerin, im Verborgenen als Pionierin der abstrakten Malerei. Ihre mystischen Bilder wurden erst lange nach ihrem Tod entdeckt. Heute zählt sie neben Kandinsky und Mondrian zu den Wegbereitern der Moderne.
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Lange bevor Kandinsky oder Mondrian die ersten abstrakten Werke schufen, malte die Schwedin Hilma af Klint (1862-1944) Bilder, die die Kunstgeschichte revolutionieren sollten. Doch sie bestimmte, dass ihre Werke erst 20 Jahre nach ihrem Tod gezeigt werden durften. So blieben die großformatigen, farbgewaltigen Gemälde - eine einzigartige Verbindung aus Moderne und Spiritualität - bis 1986 der Öffentlichkeit verborgen. Erst im Frühjahr 2026 widmen das Centre Pompidou und der RMN-Grand Palais ihr die erste französische Retrospektive. Die Dokumentation beleuchtet ihr Leben und Schaffen, das die Kunstwelt nachhaltig veränderte - in Frankreich jedoch noch immer zu wenig Beachtung findet.Af Klint führte ein für ihre Zeit ungewöhnliches Doppelleben. Nach außen hin war sie eine respektierte akademische Malerin, deren konventionelle Werke ihr den Lebensunterhalt sicherten. Doch im Verborgenen schuf sie visionäre abstrakte Bilder, getrieben von dem Wunsch nach spiritueller und persönlicher Entfaltung. Auch privat brach sie mit den Normen: Während sie sich nach außen an streng lutherische Konventionen hielt, lebte sie im Privaten homosexuelle Beziehungen.Ihr Werk entstand in einer Zeit des Umbruchs. Um die Jahrhundertwende prägten wissenschaftliche und technische Fortschritte die Gesellschaft - gleichzeitig erlebten esoterische Strömungen eine Blüte. Af Klints Kunst spiegelt diese Gegensätze wider. Der Film zeigt sie an Orten, die ihr wichtig waren, und lässt Nachkommen und Kunsthistoriker zu Wort kommen. Skizzenbücher, Zeichnungen und Archivdokumente erzählen die Geschichte einer Frau, deren radikale Modernität bis heute fasziniert.
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Synchronfassung
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