Geheimnisse einer Seele

Deutschland, 1926
bis 01:55
Stummfilm
  • Schwarz-weiß Sendung
  • Stereo
  • 20260514003500
VPS 00:00

Themen

    Details

    Der Chemiker Martin Fellman wird von Alpträumen verfolgt, in denen er seine Frau mit einem Dolch tötet. Bald entwickelt er eine Phobie gegen scharfe Klingen und fürchtet, den Traum in die Tat umzusetzen. In seiner Verzweiflung sucht er Hilfe bei einem Psychoanalytiker, der den Ursachen seiner Krise nachspürt. Frühes Filmdrama von Georg Wilhelm Pabst (1926). Als der Chemiker Martin Fellman erfährt, dass der charmante Vetter seiner schönen Frau nach langer Zeit aus Indien zurückkehrt und einen Dolch als Gastgeschenk vorausgeschickt hat, häufen sich bei ihm bizarre, furchterregende Träume. Darin versucht er, seine Frau mit einem Dolch zu erstechen. Seit diesen Alpträumen hat Feldmann eine Phobie vor scharfen Klingen. Er kann keine Messer oder Ähnliches mehr berühren, ohne zwanghafte Vorstellungen zu entwickeln. Eines Tages verfällt er so sehr seinem Wahn, dass er versucht, seine Frau zu erstechen. Im letzten Moment hält seine Hand inne und Fellman flieht aus dem Haus. Er findet Zuflucht bei seiner Mutter und befolgt deren Rat, sich bei einem Psychoanalytiker Hilfe zu holen. In langen Sitzungen setzen sich die Fragmente einer kranken Psyche zusammen. Wird es mit Hilfe der noch jungen Psychoanalyse gelingen, einen Menschen zu heilen und ihm sein Leben wiederzugeben? „Geheimnisse einer Seele“ (1926) entstand in einer Zeit, als die Psychoanalyse nach Sigmund Freud breite öffentliche Aufmerksamkeit erlangte. Für die filmische Konzeption arbeiteten die Freud-Schüler Karl Abraham und Hanns Sachs beratend mit Regisseur Georg Wilhelm Pabst zusammen. Der Film verbindet wissenschaftliche Ideen mit den visuellen Möglichkeiten des Stummfilms: Aufwendig gestaltete Traumsequenzen verleihen dem inneren Erleben der Figur eine eindrucksvolle Bildsprache. Kameramann und Trickexperte Guido Seeber entwickelte innovative Techniken, die als frühes Beispiel surrealer Bildgestaltung im deutschen Kino gelten.

    Hinweis

    Originalvertonung, Produktion: Neumann-Filmproduktion

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Martin Fellman
    Frau Fellman
    Mutter
    Erich
    Dr. Orth
    Regie:Georg Wilhelm Pabst
    Drehbuch:Hans Neumann, Colin Ross
    Kamera:Walter Robert Lach, Curt Oertel, Guido Seeber
    Musik:Giuseppe Becce


    TVinfo
    X