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Regine R. vergisst schnell - und kämpft trotzdem. Seit Monaten fährt ihr Mann Frank sie alle paar Wochen knapp 200 Kilometer bis nach Greifswald, damit sie ein Medikament gegen die Ablagerungen in ihrem Gehirn bekommt. Erst kürzlich wurden zwei ganz neue Antikörper-Wirkstoffe zugelassen, die eine beginnende Alzheimer-Demenz bremsen können. Neurologen sprechen von einem Paradigmenwechsel, Patientenverbände und Betroffene setzten große Hoffnungen in diese Therapie. Doch das Gesundheitssystem zögert. Die teuren Antikörper seien nicht wirksamer als bereits vorhandene Mittel. So ist ungewiss, ob die gesetzliche Krankenversicherung die neue Antikörper-Therapie dauerhaft zahlt - und wie es weitergeht mit Innovationen bei Arzneimitteln gegen das große Vergessen.
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