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Die Ukraine hat durch den russischen Angriffskrieg zahlreiche Kohleminen im Donbass verloren. Weil die Männer im Krieg sind, sichern in der Oblast Dnipropetrowsk, nur 100 Kilometer von der Front entfernt, nun Frauen den Betrieb. Immer wieder wird die Mine von russischen Drohnen attackiert - wie werden die Frauen, von denen manche alleinerziehend sind, mit der ständigen Gefahr fertig?
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Anfang Februar 2026 wird ein Bus mit ukrainischen Bergleuten von einer russischen Drohne attackiert. 16 Bergleute sterben. Sie waren auf dem Weg zu der Mine, in der auch Maryna Pinchuck arbeitet. „Wenn man nur im Schutzkeller sitzt, gibt es nichts - und dann läuft hier auch nichts mehr“, sagt Maryna, Schweißerin in der Kohlemine im Osten der Ukraine. Der genaue Standort bleibt geheim - die Mine wird regelmäßig von russischen Drohnen attackiert. Oft müssen die Bergleute in den Schächten ausharren, während über ihnen Bomben fallen. Russland hat die Angriffe auf ukrainische Energie-Infrastruktur massiv verstärkt. Der Nachschub an Kohle darf nicht abbrechen.
Inmitten des Krieges hat sich der Kohlebergbau im Osten der Ukraine stark verändert. Weil viele Männer an die Front mussten, arbeiten inzwischen mehr als 400 Frauen unter Tage. Die Bergwerke sind zum Symbol für Wandel und Überlebenswillen geworden. Die geförderte Kohle gilt als „Kohle der Hoffnung“, da sie für die Energieversorgung unentbehrlich ist.
„Wir müssen einfach durchhalten. Irgendwann wird alles gut“, hofft Bergbaumaschinenführerin Wiktoria. In ihrer Familie hat Bergbau Tradition - die alleinerziehende junge Mutter ist schon die dritte Generation, die in der Mine arbeitet. Wiktorias Tante ist wegen des Kriegs in die Niederlande gegangen, aber noch möchte Wiktoria ihr Land nicht verlassen - auch wenn sie wenig Hoffnungen in die Friedensverhandlungen setzt.
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